NEW 2008

 


BPG 7
Einführung
Digitale Workflows haben im Offsetdruck nicht nur höhere Produktionsgeschwindigkeiten und höhere Effizienz, sondern auch die Entwicklung "Alternativer Rastertechnologien" ermöglicht. Indem sie im Offsetdruck die visuelle Qualität von Bildern erhöhen, steigern sie deren Wert. Allerdings beinhaltet die digitale Prozesskette eine Vielzahl potenzieller Quellen für Abweichungen der Farbwiedergabe und des Ausdrucks. Dieser Leitfaden beschäftigt sich damit, wie sich die Prozesse in konventionellen digitalen AM-Workflows optimieren lassen, was die Voraussetzung eines erfolgreichen Einsatzes von AST wie FM-, Hybrid FM/AM- und AM-Rastertechnologien mit hohen lpi-Auflösungen ist.
Dieser Leitfaden ergänzt die Arbeiten der ICC, Ifra, GATF, IDEAlliance und anderer Organisationen. Er will beim Optimieren empfohlener Verfahrensweisen helfen, die zu höherer Qualität, Stabilität und Produktivität beitragen. Im Rahmen dieses Projekts haben 35 Betriebe ihre Erfahrungen mit alternativen Rastertechnologien zusammengetragen. Und diese unterstützen unsere Schlussfolgerungen, dass unter anderem folgende Faktoren für den erfolgreichen Einsatz alternativer Rastertechnologien von entscheidender Bedeutung sind:
•  Hohe Qualität und Produktivität sind nachhaltig nur mit einer integrierten industriellen Produktionsstrategie erreichbar (die Standardisierung, Farbmanagement, Prozesskontrolle und effektive Wartung kombiniert).
• Druckereien, die erfolgreich mit alternativen Rastertechnologien arbeiten, weisen darauf hin, dass bei ihnen der Spielraum im Produktionsprozess enger ist und eine genauere, konsequentere Kontrolle aller Variablen erforderlich ist.
• Effektive Wartung und standardisierte Betriebsprozesse sind für eine optimale Qualität und Produktivität von essentieller Bedeutung.
• Ein optimierter, konventioneller AM-Workflow ist eine Grundvoraussetzung, um alternative Rastertechnologien bewerten, auswählen und einführen zu können.
 Bewährte Praktiken sind Methoden zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit. In vernetzten Produktionsketten trägt jedes der beteiligten Unternehmen seinen Teil zum Gesamterfolg bei. Indem sie ihr Fachwissen und ihren Sachverstand kombinieren, erhöhen sie die Leistungsfähigkeit des gesamten Prozesses. Zwei weitere Leitfäden der Web Offset Champion Group, die sich mit der Prozessoptimierung beschäftigen, sind "Wie man schnell einen unterschriftsreifen Abstimmbogen erreicht und die Farbe beibehält" und "Wartung zur Steigerung der Produktivität".

WICHTIGER SICHERHEITSHINWEIS!
Stellen Sie stets sicher, dass die Maschine in ihrer vorgeschriebenen Sicherheitsposition ist, bevor Sie an ihren Komponenten arbeiten (beispielsweise, wenn die Druckluft-, Strom- und Gasversorgungen unterbrochen sind). Nur geschultes und mit den Sicherheitsbestimmungen vertrautes Wartungs­personal darf Wartungsarbeiten vornehmen. Ein allgemeiner Leitfaden kann nicht die spezifischen Eigenschaften aller Produkte und Verfahren berücksichtigen. Aus diesem Grund empfehlen wir eindringlich, diesen Leitfaden nur zusätzlich zu den Informationen der Hersteller bzw. Lieferanten zu nutzen. Deren Hinweise zur Sicherheit, dem Betrieb und die Durchführung der Wartungsarbeiten haben in jedem Falle Vorrang.
Dieser Leitfaden wurde für Druckereien in aller Welt entwickelt. Allerdings gibt es einige regionale Unterschiede hinsichtlich der Terminologie, der verwendeten Materialien und des Betriebsablaufs. Bitte beachten Sie, dass sich US-amerikanische Druckreferenzwerte nicht ohne weiteres außerhalb Nordamerikas anwenden lassen, da es Unterschiede in der Farbstärke, bei den Densitometerfiltern, den Rasterweiten und in der Druckplattenherstellung gibt (in den USA werden hauptsächlich Negativdruckplatten eingesetzt. Jede Überbelichtung führt hier zu einem Punktzuwachs, während sie bei Positivplatten den Punkt schärft).

BPG7 Content 1 
Page 
Einführung 1
Die digitale Prozesskette
Colour Management
2
Standards & Profile                                     4
Rastertechnologien 6
Was sind Alternative
Rastertechnologien? 
7
Warum alternative
Rastertechnologien einsetzen?
10
BPG7 Content 2
Page 
Prozesssteuerung 12
Welche Punktgröße?  13
Digitale Tonwertwiedergabe &
Tonwertzunahme  
14
BPG7 Content 3
Page 
Den Prozess optimieren    16
Proofing  17
Druckvorstufe    19
Profilherstellung   20
Druckplattenherstellung   22
Druck 23
Kurvenbeispiele für
die Druckmaschinen-
Charakterisierung  
24
Schlüsselfaktoren der Qualität  26
BPG7 Content 4
Page 
Wie wählt man alternative
Rastertechnologien aus?   
Umfrage unter Druckereien,
die mit alternativen
30
Rastertechnologien arbeiten 31

 


BPG 6

Der vorliegende Leitfaden behandelt die grundlegenden Themen in Bezug auf die 4 Schlagworte Energie, Wirtschaftlichkeit, Effizienz, Ökologie sowie die Frage, wie die 4R's - Redesign, Reduce, Reuse, Recycle (Neugestaltung, Reduzierung, Wiederverwendung und Recycling) - zur Verbesserung der Gesamtleistung umzusetzen sind. Bewährte Praktiken sind ein wichtiges Hilfsmittel, welches das jeweilige Fachwissen der Mitglieder der Web Offset Champion Group, der Druckereien, Verbände und anderer Fachleute zusammenfasst, um so zu einer besseren Effizienz innerhalb der Produktionsprozesskette beizutragen.

Eine verantwortungsbewusste Umweltpolitik bringt überzeugende Geschäftsvorteile mit sich - sie bietet die Möglichkeit, Kosten zu reduzieren, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, Neuerungen einzuführen und das Vertrauen der Mitarbeiter und Kunden zu steigern, während gleichzeitig kostspielige Risiken aufgrund einer potenziellen Nichteinhaltung von Vorschriften vermieden werden. Häufig können Unternehmen auch Finanzierungsmöglichkeiten, Steuervergünstigungen und niedrigere Versicherungsprämien beanspruchen. Darüber hinaus profitieren umweltbewusste Druckereien von einer zunehmend positiven Wahrnehmung des Markenwertes, insbesondere da immer mehr Kunden eine durch Dritte zertifizierte Berichterstattung über die soziale Verantwortung in der Unternehmenspolitik (CSR) einführen. Unternehmen, die lediglich ein Mindestmaß der Anforderungen einhalten, können diese Möglichkeiten alle nicht nutzen und haben ein höheres Risiko, Geldbußen auferlegt zu bekommen und die Kosten für Abhilfe schaffende Maßnahmen tragen zu müssen.

Ökologische Überlegungen spielen eine wichtige Rolle zur Optimierung der Gesamtleistung des Unternehmens. Anlagen, Materialien und operative Effektivität sind die drei Grundpfeiler für Produktivität, welche effektiv zusammenwirken müssen, um die wirtschaftliche Produktion zu optimieren. Jeder einzelne Grundpfeiler beinhaltet Standardverfahren, Wartung und ökologische Aspekte. Werden in einem der Grundpfeiler unzulängliche Leistungen erbracht, wirkt sich dies negativ auf die Produktivität aus. Produktqualität ist eine ökologische Kernfrage, und es von Beginn an richtig zu machen, ist sowohl eine ökologische als auch wirtschaftliche Notwendigkeit. Ein systematisches Programm zur Abfallminimierung kann Abfälle häufig um 25% senken - dies bedeutet, dass bei einem Abfallvolumen von 12% des Umsatzes 3% den Unternehmensgewinnen auf Grund von Kosteneinsparungen zugute kommen. Abfallreduzierung ist mittlerweile umso wichtiger, da der Preis für industrielle Rohstoffe (Öl, Metalle, Energie) zwischen 2001 und 2004 um 54% gestiegen ist. Der Preis für Papier ist jedoch relativ stabil geblieben und hat sich seit den frühen 90er Jahren effektiv nur geringfügig geändert. Abfälle werden häufig als wertlos angesehen; der Wert aus Recycling und Wiederverwendung kann jedoch sehr viel höher sein als die Kosten für die Entsorgung.

BPG6 Content 1 
Page 
Einführung 1
Integrierte ökologische Geschäftsstrategie  2
Kernfragen zum Umweltmanagement                                         3
Überlegungen für Designer und
Drucksacheneinkäufer 
4
Versorgungskette 5
Papier und Umwelt  6
BPG6 Content 2
Page 
Die Rollenoffsetumgebung 8
Prozess-Inputs und Outputs 9
Abfall messen und reduzieren   10
Optimierung der Verbrauchsmaterialien   10
Reduzierung der Verpackung    11
Abfall trennen   11
Flüchtige organische Verbindungen (VOC)    12
Reinigungsmittel   12
Verbrauchsmaterialien 14
Wasser und flüssige Abfälle 15
Papier- und andere feste Abfälle    16
BPG6 Content 3
Page 
Produktionsprozess    18
Druckvorstufe  18
Druckfarbe    19
Feuchtmittelzusätze   20
Gummitücher & Waschsysteme   22
Einhaltung der Vorschriften für
Umweltschutz und Luftreinhaltung
23
Druckweiterverarbeitung   26
BPG6 Content 4
Page 
Energieeffizienz
Wo sind die vergeudeten kWhs?
30
Maschinen   32
Transport    35
Gebäude & Betrieb des Gebäudes   36
Beleuchtung    38
Lärm und Umwelt     39

 


BPG5
Der fünfte Leitfaden bewährter Praktiken beschreibt nicht nur die Ausführung der besten technischen Anwendungen während der Produktion sondern auch die Zusammenarbeit mit dem Kunden und der Design-Agentur, die zum Druck einer überaus zufriedenstellenden Auflage erforderlich ist. Dieser Leitfaden bezieht sich sowohl auf die Aspekte im Hinblick auf den unterschriftsreifen Abstimmbogen an der Druckmaschine als auch – was genauso wichtig ist – auf den gesamten Prozess, der mit der Spezifikation und der Erstellung des Druckauftrages beginnt. Unter Berücksichtigung dieser Arbeitsweise beginnt der Workflow beim Endprodukt. Eine korrekte Farbeinstellung – eine der Grundvoraussetzungen zur Erzielung der Druckerlaubnis – ist in erster Linie davon abhängig, wie der einzelne Mensch Farbe sieht, versteht und übermittelt.

Die Produktionsmethoden haben sich verändert, von einem Prozess getrennter analoger Schritte hin zu einem kontinuierlichen digitalen Workflow von der Bilderstellung bis zum Druck. Der Trend zum Drucken nach Kennzahlen wird ebenfalls durch die Kundenanforderungen nach nachprüfbarer Qualitätskontrolle, Zunahme an CTP, Verwendung von Industriestandards, Closed-Loop Produktionssteuerung, Globalisierung und Produktion an mehreren Druckorten mit Übertragung von Sollwerten mit den Vorstufendaten gefördert. Die wesentlichen Faktoren einer verbesserten Leistung umfassen:

•  Eine integrierte industrielle Fertigungsstrategie, welche die Standardisierung, Prozesssteuerung sowie festgelegte Arbeitsabläufe miteinander verbindet, ist unentbehrlich, um eine höhere Qualität und eine Produktivitätssteigerung zu erzielen. Standardisierung und Prozesssteuerung bilden die Voraussetzung eines effektiven Colour Managements. Ohne sie verliert das Farbmanagement “den Boden unter den Füssen”, ist “prozessblind” und kann seine Ziele nicht erfüllen.

•  Angemessene Planung, Spezifizierung und Auflagenvorbereitung durch den Kunden und den Drucker.

•  Vollständige und kohärente Kontrolle des Druck-Workflows: Jeder Ausgabeschritt (PDF, Digitalproof, CTP, Druck) muss durch Messtechniken und -methoden, die ein vorhersagbares Ergebnis erzielen, überprüft werden. Der Erfolg verlangt, dass Kunde, Druckvorstufe und Drucker innerhalb dieses Prozesses zusammenarbeiten.

•  Geeignete Methode zur Farbabstimmung an der Druckmaschine: Menschliche Faktoren werden häufig beim Farbabstimmungs- und Freigabeprozess übersehen. Dazu gehören eine subjektive und variierende Wahrnehmung, die Kommunikation und die Kundenerwartung bezüglich Farben und ebenso unterschiedliche Betrachtungsumgebungen zwischen dem Kunden, der Agentur und dem Drucker.

•  Eine effektive Wartung und Standard-Arbeitsweisen sind Schlüsselfaktoren für einen schnellen Anlauf, eine optimale Qualität, Produktivität und für eine rechtzeitige Lieferung (siehe Leitfaden Nr. 4 "Wartung zur Steigerung der Produktivität”).

Die Leitfäden sind ein Werkzeug zur Verbesserung der gesamten Leistungsfähigkeit. Jede daran beteiligte Firma spielt eine tragende Rolle in der vernetzten Produktionskette. Deshalb ist die Kombination ihres Sachverstandes ein guter Weg, die Leistungsfähigkeit des Gesamtprozesses zu erhöhen.

WICHTIGER SICHERHEITSHINWEIS! Vergewissern Sie sich immer, dass die Maschine gesichert ist, bevor Sie an irgendeiner Komponente arbeiten (z.B. dass die Druckluft-, Strom- und Gasversorgungen unterbrochen sind). Nur geschultes Wartungspersonal, das mit den Sicherheitsbestimmungen vertraut ist, darf Wartungsarbeiten ausführen. Ein allgemeiner Leitfaden kann die spezifischen Eigenschaften sämtlicher Produkte und Verfahren nicht berücksichtigen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass dieser Leitfaden nur als Ergänzung der Informationen Ihres Lieferanten verwendet werden soll. Dessen Anweisungen zur Sicherheit, Bedienung und Wartung haben Vorrang.

BPG5 Contents
Page
Das Vierfarbendruck-System verstehen Kosten- und Zeiteinsparungen sowie Qualitätsverbesserung 2
Was ist unterschriftsreifer Abstimmbogen? 2
Schritte für ein effektives  Abstimmungs- und Freigabeverfahren 3
Grundsätzliches über Farben 4
Bildkontrastlehre 6
Prozesssteuerung & Standardisierung 7
Color Management & Profile 8
Vorbereitung der Druckauflage Spezifikationen beginnen beim Endprodukt 10
Papierauswahl & Profil 10
Empfehlungen für die Weiterverarbeitung 12
Design & Druckvorstufe 13
Auswahl der Proofmethode 15
Qualität ist unterschiedlich und kann genau spezifiziert werden 16
Plattenherstellung 17
Alternative Rastertechnologien 19
Gut-zum-Druck an der Druckmaschine & Auflagendruck Die Rolle des Kunden 20
Heatset-Anlauf 21
Druck mit Metallfarben 23
Coldest-Anlauf 24
Einige bewährte Praktiken beim Einrichten 26
Häufigste Probleme 28
Tipps zur Erreichung und Beibehaltung der Farbe 29
Die Schlüsselrolle der Gummitücher 30
Glossar 31

 


BPG4
Die Wartung hat einen hohen Einfluß auf die Produktivität in der Druckproduktion. Trotzdem wird diesem Thema oft nicht die notwendige Aufmerksamkeit zuteil. Die Bedeutung der Wartung betonte Grant Miller, Technologiechef von RR Donnelly & Sons auf der TAGA 2001-Konferenz in seiner programmatischen Rede. Als Hauptgründe für Zeitverluste und Kostensteigerungen nannte er Maschinenausfälle, Einrichten und Einstellungen, Leerlauf und kleinere Produktionsunterbrechungen, verringerte Geschwindigkeit, Ausfälle beim Auflagendruck und beim Anfahren sowie zu geringe Nettoproduktion. Seine Kernaussage war : “Im Großen und Ganzen gibt es bei der Effektivität der Maschinen noch ein hohes Verbesserungspotential.” 

Der 2001 veröffentlichte IFRA Spezial Report 3.33 zur Produktivitätsoptimierung bemerkt : “In aller Regel liegt die einzige Möglichkeit der Produktivitätssteigerung darin, die Zeit zu verringern, in der die Druckmaschine steht – entweder durch schnelleres Rüsten oder durch das Vermeiden von Störungen beim Auflagendruck. Störungen kosten entweder Produktionszeit oder sie erhöhen die Makulaturrate. Es gibt drei Arten von Störungen : plötzliche Ereignisse, die die Maschine stoppen (z.B. der Ausfall von Teilen, der Ausfall der Steuerungselektronik, Bahnbrüche),  anwachsende Störungen, bei denen der Drucker entscheiden kann, wann die Maschine anzuhalten ist (z.B. Aufbauen) und Störungen, die die Produktionsgeschwindigkeit oder die Qualität verringern (z.B. Registerdifferenzen, Faltenbildung).” Die Studie kommt zu folgenden Ergebnissen :
• Die Bediener (und ihre Ausbildung) haben den höchsten Einfluss auf die Produktivität
• Die Produktivität kann durch verringerte Qualität nicht gesteigert werden
• Für systematische Wartung müssen ausreichend Zeit und Mittel bereitgestellt werden
• Die Materialien müssen den Anforderungen der Maschine und den Anforderungen an die Qualität entsprechen
• Die Vorstufe übt einen wichtigen Einfluß auf die Produktion aus (rechtzeitige Plattenlieferung und Qualität)

Es gibt einen inneren Zusammenhang zwischen Produktivität, Zuverlässigkeit und Wartung. Ein weiterer Faktor für die Erhöhung der  Produktivität ist es, den Druck auf das Produktionspersonal, der Maschinenausfälle verursacht, zu verringern.

Eine Studie der Web Offset Champion Group bei Druckereien, die proaktive Wartungssysteme eingeführt haben, belegt deutliche Leistungserhöhungen durch :
• Weniger ungeplante Maschinenstillstände 
• Eine höhere Nettoproduktionsleistung der Druckmaschine
• Weniger Makulatur
• Einheitlichere Qualität
• Weniger Unfälle

Die erprobten Praktiken sind ein Werkzeug, das die Gesamtleistung erhöht. Die daran beteiligten Firmen spielen eine tragende Rolle in der vernetzten Produktionskette. Deshalb ist die Kombination ihres Sachverstandes ein guter Weg, die Leistungsfähigkeit des Gesamtprozesses zu erhöhen. Der Zweck dieses Leitfadens ist es,  Rollenoffsetdruckern die Wartung als Teil des Produktionssystems darzustellen und praktische Hilfe dabei zu leisten, die Wartung effektiver zu gestalten. Der Leitfaden beruft sich stark auf der Methode des  Total Productive Maintenance (TPM), die von Seiichi Nakajima entwickelt wurde. Sie führt die vorbeugende und die vorhersagende Wartung sowie die Qualitäts- und die autonome Wartung zu einem System zusammen.

WICHTIGER SICHERHEITSHINWEIS ! Stellen Sie immer sicher, dass die Maschine im Status „Sicher Aus“ ist, ehe Sie an irgendeiner Komponente arbeiten (z.B. dass Druckluft-, Strom- und Gaszufuhr unterbrochen sind). Nur geschultes Wartungspersonal, das mit den Sicherheitsbestimmungen vertraut ist, darf Wartungsarbeiten ausführen. Ein allgemeiner Leitfaden kann nicht die spezifischen Eigenschaften sämtlicher Produkte und Verfahren berücksichtigen. Wir weisen deshalb ausdrücklich darauf hin, dass dieser Leitfaden nur als Ergänzung der Informationen Ihres Lieferanten verwendet werden soll. Dessen Anweisungen zur Sicherheit, zur Bedienung und zur Wartung haben Vorrang vor diesem Leitfaden.

BPG4 Contents
Page
Wartung wozu ? 2
Kostenfaktor oder Investition ? 3
Wartungsstrategie 4
Mittel für die vorhersagende Wartung 6
Fragen zum Drucksystem 9
Materialien und Lagerung 13
Komponenten Vorstufe 14
Rollentransportystem 16
Farbwerk und Feuchtung 18
Walzen 20
Gummitücher 22
Druckeinheiten 24
Trocknungssystem 26
Falzsystem 28
Exemplarauslage 30
Glossar 31

 


BPG3
Mit dieser Broschüre ist beabsichtigt, Methoden und Arbeitsvorgänge zusammenzustellen, welche beim Betrieb von Heatset- und Coldset-Rollenoffsetanlagen täglich notwendig sind, damit eine wirtschaftliche und weitgehend störungsfreie Produktion sichergestellt werden kann. Die beteiligten Unternehmen aus der Lieferindustrie bringen ihre vielfältigen und weitreichenden Erfahrungen aus ihren weltweiten Aktivitäten ein, um mit dazu beizutragen, die Produktionsleistung auf hohem Niveau zu halten. Ziel ist es:
• Vorhersehbare Probleme zu vermeiden
• Material und Produktionsanlagen richtig einzusetzen
• Abhilfemaßnahmen durch systematische Problemdiagnosen aufzuzeigen

"Wie man Überraschungen beim Wechsel der Papierqualität vermeidet"
Es gibt einen anhaltenden Trend zu einem Wechsel der Papiersorte, der Grammatur oder des Druckverfahrens. Unterschiedliche Papiere stellen unterschiedliche Anforderungen an den Produktionsprozess mit Auswirkungen auf Vorstufe, Druck, Weiterverarbeitung, Endprodukt und Gesamtkosten. Viele Verleger, Werbeagenturen und Druckunternehmen haben durch solche Wechsel Leistungsverluste erlitten. Andere, die eng mit ihren Zulieferern zusammenarbeiteten, konnten ihren gesamten Produktionsprozess optimieren. Am Beispiel von drei Papiersorten (LWC, SC, INP) zeigen wir, welche Änderungen zu erwarten sind und mit welchen bewährten Praktiken man die Leistung steigern kann. Die ökonomischen Modelle und Untersuchungsergebnisse belegen die Bedeutung verschiedener Variablen. Sie sollten aber wegen der Vielfalt im Rollenoffsetprozess und den hier verwendeten Materialien nicht als absolute Werte angesehen werden. Wir empfehlen deshalb, dass die Druckereien ihre eigenen Werte ermitteln, um ihre spezifische Position einschätzen zu können.

Optimiertes Drucken auf unterschiedlichen Papiersorten
Durch die Veränderungen von Technologien und Materialien kommt der Vorstufe verstärkt die Schlüsselrolle für ein gutes Druckergebnis zu. Der wichtigste Einflussfaktor für die Gesamtkosten und die Qualität im Druck ist die Abstimmung von Vorstufenprofilen zu Papierqualität und Maschine. Die effektive Verwendung von Vergleichswerten aus der Branche zum „Drucken nach Zahlen“ ist entscheidend für die Integration digitaler Workflows, die Erzeugung von ICC-Profilen und die effektive Nutzung von CtP. Andere Schlüsselfaktoren sind die Wartung, die Maschineneinstellung, Umwelteinflüsse und die Wahl der richtigen Kombination von Verbrauchsmaterialien für jede einzelne Maschine.

Wichtiger Hinweis: Ein allgemeiner Leitfaden kann nicht alle Besonderheiten jedes Produkts berücksichtigen. Deshalb soll er nur ergänzend zu den Informationen der Zulieferer verwandt werden, insbesondere die Sicherheits-, Bedienungs- und Wartungsanleitungen der Hersteller haben Vorrang vor diesem Leitfaden. Dieser Leitfaden ist für Drucker auf der ganzen Welt gedacht. Trotzdem kann es regionale Unterschiede in der Terminologie, den Materialien und den Betriebsverfahren geben, die nicht berücksichtigt sind.

BPG3 Contents Page
Definitionen und Glossar 2
Warum wechselt man die Papiersorte? 4
Einflüsse auf Produktion Wechsel der Papiersorte 6
Einflussgrössen auf den Prozess 8
Die 20 häufigsten Probleme beim Wechsel 9
Druckproduktion nach Kennzahlen 12
Eingangs- und Ausgangsprofile bei wechselnden Papierqualitäten 13
Vorstufe 15
Profile und Arbeitsabläufe 18
Das Verhältnis von Papierqualität, Farbe und Trocknung 19
Farbe und Feuchtmittel auf Papier 22
Heatset-Trocknungssystem 26
Bahnspannung, Druckeinheit, Gummituch, Falzwerk 29
Exemplarauslagesysteme 31

 


BPG2
Mit dieser Broschüre ist beabsichtigt, Methoden und Arbeitsvorgänge zusammenzustellen, welche beim Betrieb von Heatset- u. Coldset-Rollenoffsetanlagen täglich notwendig sind, damit eine wirtschaftliche und weitgehend störungsfreie Produktion sichergestellt werden kann. Die beteiligten Unternehmen aus der Lieferindustrie bringen ihre vielfältigen und weitreichenden Erfahrungen aus ihren weltweiten Aktivitäten ein, um mit dazu beizutragen die Produktionsleistungen auf hohem Niveau zu halten. Ziel ist es :
• Vorhersehbare Probleme zu vermeiden.
• Richtiger Einsatz von Material und Maschine.
• Abhilfemaßnahmen durch systematische Problemdiagnosen aufzuzeigen.

Praxisbewährte Arbeitsmethoden sind ein Instrument zur Verbesserung der Leistung. Idealerweise sollten die hier vorgestellten Methoden als Checklisten dem Bedienungs- und Wartungspersonal zur Verfügung stehen.

Bahnbrüche haben selten nur eine bzw. simple Ursache Bahnbrüche und fehlerhafte Klebstellen werden gewöhnlich durch das gleichzeitige Auftreten verschiedener Störungen verursacht. Diese werden oft durch die geringe Änderung eines einzelnen Faktors ausgelöst. Unsere Untersuchung von 50 internationalen Druckereien ergab, dass Bahnbrüche für 95 % von ihnen ein bedeutendes Problem darstellen. Was für eine Druckerei eine wichtige Ursache für einen Bahnbruch ist, könnte für eine andere Druckerei wiederum relativ unwichtig sein. Diese Variabilität ist auf verschiedene Methoden, Papiere, Materialien und Umgebungseinflüsse zurückzuführen. Angaben über die Ursachen von Bahnbrüchen sind ebenfalls vielfältig, was eine Auswertung von Ursache und Wirkung erschwert.

Was kann man unternehmen, um Bahnbrüche auf ein Mindestmaß zu beschränken ?
1. Fehlerhafte Klebstellen und die Ursachen von Bahnbrüchen messen und analysieren, um die wichtigsten Bereiche zu identifizieren, die verbessert werden müssen.
2. Das Programm der bewährten Methoden einführen, um die Wahrscheinlichkeit eines Bahnbruchs sowohl durch einzelne als auch durch eine Kombination von Ursachen zu reduzieren.
3. Das Personal schulen und dazu motivieren, die bewährten Praktiken systematisch anzuwenden.

Dieser Leitfaden enthält eine Diagnosehilfe für 140 Ursachen von Bahnbrüchen und fehlerhaften Klebstellen, und zeigt die bewährten Methoden auf um diese Probleme, soweit möglich, zu verhindern oder auf ein Mindestmaß zu beschränken.

Wichtiger Hinweis : Ein allgemeiner Leitfaden kann nicht die Eigenschaften aller Produkte berücksichtigen und kann auf keinen Fall die Empfehlungen sowie die Vorschriften der Hersteller und Lieferanten der Ausrüstung ersetzen wie z. B. Sicherheits-, Betriebs- und Wartungsanleitungen.

Dieser Leitfaden wird weltweit veröffentlicht. Er enthält, soweit zutreffend, gültige internationale Normen (z. B. IFRA, TAPPI). Es bestehen gewisse Variationen zwischen amerikanischen und europäischen Materialien (z. B. Druckplatten, Druckfarbe, Feuchtmittel, Papier-pH), Betriebsverfahren, Materialien und Terminologie, die aus Deutlichkeitsgründen evtl. nicht immer angesprochen wurden.

BPG2 Contents   Page
Wirtschaftliche Auswirkung von Bahnbrüchen 2
Analyse von Bahnbrüchen 3
Bahnwandern und Bahnverschiebung 4
Knittern und Falten 5
Glossar und Abkürzungen 5-6
Feststellung und Kontrolle 6
Bahnbrüche in Bezug auf das Produktionssystem 7
Bahnspannung 8
Druckmaschinenumfeld 10
Bahnbrüche und fehlerhafte Klebstellen in Bezug auf:  
Rollenwechsler/Klebung 12
Einzugwerk und Bahnkantenregelung 17
Druckfarbe und Feucht-Wasser 18
Druckeinheiten 20
Heatset Trockner und Wendestangen 22
Kühlwalzen 24
Falzwerk 25
Rollen- und Papierdiagnose 27


BPG 1
Mit dieser Broschüre ist beabsichtigt, Methoden und Arbeitsvorgänge zusammenzustellen, welche beim Betrieb von Heatset- und Coldset-Rollenoffsetanlagen täglich notwendig sind, damit eine wirtschaftliche und weitgehend störungsfreie Produktion sichergestellt werden kann. Die beteiligten Unternehmen aus der Lieferindustrie bringen ihre vielfältigen und weitreichenden Erfahrungen aus ihren weltweiten Aktivitäten ein, um mit dazu beizutragen, die Produktionsleistung auf hohem Niveau zu halten. Ziel ist es :
• Vorhersehbare Probleme zu vermeiden,
• Material und Produktionsanlagen richtig einzusetzen,
• Abhilfemaßnahmen durch systematische Problemdiagnosen aufzuzeigen.

Der inhaltliche Wert der vorliegenden Broschüre ist zum Teil der Unterstützung durch die IFRA mit ihren ausgezeichneten Veröffentlichungen zum Coldset-Zeitungsdruck zu verdanken. Wir sind der IFRA sehr dankbar für ihre Hilfe und die Erlaubnis, einen Teil ihres Materials und ihrer Spezifikationen verwenden zu dürfen. Wir möchten auch den Druckern in aller Welt danken, die bereitwillig ihre Zeit und ihr Fachwissen zur Verfügung gestellt haben, um den vorliegenden Leitfaden zu überarbeiten und zu verbessern.

Der Rollentransport steht nicht nur am Anfang des Druckvorgangs, sondern Papier ist auch der größte Kostenfaktor im Rollenrotationsdruck (50-70% der Gesamtbetriebskosten). Daher ist es wichtig, den Makulaturanfall so niedrig wie möglich zu halten. IFRA erklärt : “Oft fällt bei der Vorbereitung der Rolle eine so erstaunlich hohe und unnötige Menge an Makulatur an, dass dies die Rentabilität der Druckmaschine insgesamt beeinträchtigen kann. Jede Fehlklebung nach einer nachlässigen Vorbereitung oder jeder Bahnriss aufgrund einer nachlässigen Prüfung der Rolle führen zu einer langen Unterbrechung der Produktion mit den entsprechenden Folgen. Die erfolgreiche Vorbereitung der Klebung hängt sehr von der Fähigkeit und Erfahrung der Mitarbeiter ab”. Dieser Leitfaden soll den Mitarbeitern in der Druckerei eine nützliche Hilfe bei ihrer täglichen Arbeit sowohl mit Rollenwechslern mit fliegender Klebung als auch mit Stillstandsrollenwechslern sein.

Um bei der Klebung konstant eine über 99%ige Erfolgsrate zu erzielen, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein : (a) optimale Abstimmung von Klebeband- und Etiketten-Eigenschaften, (b) korrekte Klebevorbereitung und (c) ein Rollenwechsler, der so gewartet und betrieben wird, dass ein effizienter Klebeablauf gewährleistet ist. Viele Papierlaufprobleme stehen auch in direktem Zusammenhang mit einer nicht sachgerechten Lagerung und Handhabung der Rollen und mit Schwankungen der Temperatur und Luftfeuchtigkeit.

WICHTIGER HINWEIS  : Ein allgemeiner Leitfaden kann nicht auf die Besonderheiten aller Produkte eingehen. Deshalb empfehlen wir, dass Sie den Leitfaden als Ergänzung zu den Informationen Ihrer Lieferanten verwenden, insbesondere der Hersteller von Ausrüstungen, deren Sicherheit, Betriebs- und Wartungsanleitungen Vorrang vor dem Inhalt dieses Leitfadens haben.

BPG1 Contents Page
Rollenoffset-Papiertypen  und Papiereigenschaften 2
Wechselbeziehung zwischen Druckfarbe und Papier 3
Rollentransportsystem 4
Häufigste Probleme 5
Bahnspannung 6
Luftfeuchtigkeit und Temperatur 7
Die Papierrolle 8
Handhabung und Lagerung von Rollen 10
Rollenwechsler mit fliegender Klebung und Stillstandsrollenwechsler 12
Form der Klebung 14
Klebebänder und Etiketten für den Rollenwechsel 16
Restfahnen 18
Rüsten des Rollenwechslers 19
Schritte des Rollentransports 20
V- und W-Form 24
Durchgehende Form 26
All-in-one-Form 28
Klebevorbereitung beim Stillstandsrollenwechsler 30
Vorbeugende Wartung 31

 

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